Obergünzburger Kulturinitiative
Mindel Harmonists
Programm 2012
16. Juni 2012
Samstag
20.00 Uhr
Rathaussaal Obergünzburg
Eintritt  10,- €
Sie lassen die Musik der 20er Jahre wieder aufleben
Im Jahr 2004 haben sich fünf Männer und eine Frau zu einer Gesangsgruppe
formiert, deren Vorbilder die legendären “Comedian Harmonists” sind.
Die Mitglieder des Ensembles sind: 1. Tenor Gerhard Laxgang, 2. Tenor Georg
Steber, 3. Tenor Thomas Loos, Bariton Heinz Kößler, Bass Günther Karlstetter
und Gabriele Laxgang am Klavier. Sie sind alle begeisterte Musiker und Sänger,
Solisten und Mitglieder in verschiedenen Chören, also Musikanten mit enormer
Erfahrung und professionellem Auftreten. 
Von Beruf sind sie Ärzte, Lehrer und Physiker, haben Familie und eigentlich schon genug zu tun. Aber irgendwie
schaffen sie es doch, gemeinsam intensiv zu proben und aufzutreten und sich mit so bekannten Liedern wie
“Veronika, der Lenz ist da”, “Mein kleiner grüner Kaktus” oder “Das ist die Liebe der Matrosen”, aber auch ruhigeren
Titeln wie ”Guter Mond, du gehst so stille” oder “In einem kühlen Grunde” in die Herzen der Zuhörer zu singen.
Auch gefällt es, wenn sie gar nicht singen, sondern mit allerlei Stimmakrobatik scheinbar mühelos einfach irgend-
welche Instrumente imitieren. So haben sie das berühmte “Menuett” von Luigi Boccherini und den hinreißenden
“Creole Love Call” von Duke Ellington in ihrem Repertoire.
Das Phänomen der “Mindel Harmonists” mit der so mühelos escheinenden Eleganz der Interpretation und Stimm-
führung entspringt gleichermaßen der Arrangierkunst, den unverwechselbaren Eckstimmen des hohen Tenors und
des Bassisten, der Ausgewogenheit der Mittelstimmen und vor allem dem musikalischen Witz und Charme, die das
Gesangsquintett mit seiner ideal begleitenden Pianistin auszeichnen. Man spürt sofort, dass es sechs gute Freunde
sind, die hier miteinander musizieren und ein tierisches Vergnügen daran haben, den Spaß an der Musik rüberzu-
bringen. Und dieser Funke springt auch bei jedem Auftritt auf das Publikum über.
Es ist den “Mindel Harmonists” gelungen, bei Wahrung edler Tradition in den Männerkunstgesang, eine wirklich
interessante Note zu bringen, die die guten alten Zeiten des Originals Revue passieren lässt. Man fühlt sich ins Berlin
der goldenen 20er- und frühen 30er-Jahre zurückversetzt, wenn eine Dame im bezaubernden Abendkleid und fünf
Herren mit Frack und Zylinder und wenigen, aber trefflichen Utensilien die Bühne betreten. Und man ist bis heute
darüber traurig, dass sich die “Comedian Harmonists” 1935 trennen mussten, weil drei Sänger Juden waren und
deshalb von der Reichsmusikkammer mit Berufsverbot belegt wurden. Inzwischen erleben die 150 Titel der Comedian
Harmonists ein gewisses Comeback. Umso erfreulicher, dass die spritzigen und witzigen, zuweilen aber auch
wunderschön melancholischen Lieder von den “Mindel Harmonists” mit neuem Leben erfüllt werden.
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